Kirchenmusik Vol.1
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Joseph Haydn - Die letzten sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze

Joseph
                      Haydn CD

Diese am Cembalo erfolgte CD-Einspielung des Werks ist wohl die derzeit erste und einzig publizierte Aufnahme des von Haydn autorisierten Clavierauszugs, hier interpretiert durch die Cembalistin Roswitha Klotz. Die klangliche Darbietung des Werkes am Cembalo war von Joseph Haydn neben der Orchester-, Quartett- und Oratorienfassung ausdrücklich vorgesehen. Dass es weltweit bisher keine Realisierung des Notentextes am Cembalo auf CD gibt, ist wohl dem Schwierigkeitsgrad der instrumentaltechnischen sowie der musikalischen Darstellung des Werkes, incl. des Terramoto, der musikalischen Schilderung des Erdbebens bei Jesu Ableben, an dem subtil zu händelnden Instrument geschuldet.

Die klangliche Darstellung eines Erdbebens am Cembalo ist in der Musikliteratur der Zeit kein zweites Mal zu finden. Battaglia-Impressionen allerdings mit ihren zahlreichen illustrierenden Instrumentaleffekten sind häufiger in der Zeit des existierenden Cembalos, so von Adriano Banchieri, Girolamo Frescobaldi, Johann Kuhnau oder auch Wolfgang Amadeus Mozart, die Haydn angeregt haben könnten. Sie bieten Interpret und Zuhörer ein Eintauchen in das breit gestreute Spektrum farbiger Abschattierungen der Ausdruckswelt des Instruments.
Nicht zuletzt dieser Aspekt mag Joseph Haydn u. a. dazu bewogen haben, die Edition eines Clavierauszugs seines Oratorienwerkes „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ auch in erster Linie für Clavicembalo zu autorisieren, nachrangig erst dann für Forte Piano.

Die vorliegende CD-Studioproduktion kam im Zusammenhang mit der Erstaufführung des Werkes am Cembalo in Regensburg anlässlich eines Konzertes in der Kirche St. Ägidien am Palmsonntag, 24. März 2002, zustande.

Angesicht der großen Schönheit der von Haydn erst für die Chorfassung eingefügten zweiten (Bläser-)Introduktion vor Sonata V wurde dieses Largo e cantabile als die Abfolge der hier ohne Wortverkündigung eingespielten ehn Sätze gliederndes, adäquates Interludium mit aufgenommen. Erich Benedikt erstellte dafür den Klavierauszug in einer der Instrumentalfassung möglichst angepassten Version.