Gertrud von den Brincken, wurde 1892
auf dem Gut Brinck-Pedwahlen im Kurland
geboren und lebte ab 1927 in Frankfurt
am Main. Während des Krieges lebte
sie mit ihrer Familie in Mödling bei Wien.
1945 floh sie vor der Sowjetarmee in die
Oberpfalz, wo sie bei bei ihrer Cousine Lea
von Bistra auf Schloss Unterbruck aufgenommen
wurde. Ab 1949 lebte die Autorin
in Regensburg, wo sie 1982 im Alter von 90
Jahren verstarb. In ihrem langen Leben veröffentlichte Gertrud von den Brincken zahlreiche
Lyrik- und Prosabände.
Gedichtbände
(Auswahl): Wer nicht das Dunkel kennt (1911), Aus Tag und Traum (1920), Schritte
(1924), Unterwegs (1942), Wellenbrecher –
Zweistimmige Lyrik (1976).
Romane (Auswahl): März (1937), Herbst auf Herrenhöfen (1939), Niemand (1943), Nächte (1981).
Novellen (Auswahl): Der Kanzelstein (1942), Aina (1958).
Dramen: Die Sintflut
steigt (1951) und Wasser der Wüste (1977).
Hörbuch: Der Kinderring (1959).
In der
Nachkriegszeit arbeitete Gertrud von den
Brincken ein englisches Lehrbuch mit dem
Titel 2222 English Words für den Unterricht
an Schulen in der amerikanischen
Besatzungszone aus.
Auszeichnungen: Preis des Ostdeutschen Kulturrates (1975),
Nordgau-Preis des Oberpfälzer Kulturbundes
(1976), Albertus-Magnus-Medaille
der Stadt Regensburg (1977), Ehrengabe
des Andreas-Gryphius-Preises (1979),
Bundesverdienstkreuz (1982).
Gertrud von
den Brincken war unter anderem langjähriges
Mitglied der Regensburger Schriftstellergruppe
International (RSGI).
Rolf Stemmle ist gebürtiger Regensburger.
Als Autor und Regisseur der freien Gruppe
Der Würfel konnte er sich in der Regensburger
Theaterszene einen guten Namen
machen. Inzwischen arbeitet er mit namhaften
Theaterverlagen zusammen, und
seine Komödien werden im deutschen
Sprachraum gerne gespielt. In der Saison
2004/2005 brachte das Theater Regensburg
mit großem Erfolg seine Komödie Winterwärme zur Uraufführung.
Darüber hinaus beschäftigt er sich mit
klassischer Musik. Insbesondere liegt ihm
daran, die vielschichtigen Bühnenwerke
Richard Wagners verständlich zu machen.
Rolf Stemmle hat die Handlungen der Bühnenwerke
Wagners in Erzählungen umgeformt.
Die Texte nehmen mit in die Tiefe
der Geschehnisse und sie machen deutlich,
was die Figuren bewegt. Stemmle ist unter
anderem Mitglied in der Regensburger
Schriftstellergruppe International (RSGI)
und beim Verband deutscher Schriftsteller
(VS).
Erzählungen: Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Der Ring des Nibelungen,
Tristan, Meistersinger, Parsifal.
Lyrik: Gedichtband Der Mensch im Tier.
Theaterstücke
(Auswahl): Winterwärme, Stromausfall,
Megatop Spinat, Zeitgenossen, Ein
Abend mit Julius, Irrlichter, Siegfried und
das klügere Geschlecht, Eine Schönheit
für den König, Wenn drei sich morden ...
Stemmle schreibt auch Kinder- und Jugendstücke
sowie Einführungshefte für
Wagner-Opern. Zudem ist er als Komponist
tätig. Stemmle erhielt den 2. Preis im
Literaturwettbewerb Mathematik erzählen
und den Kyrene-Literaturpreis 2007.
Stefan Rimek, geboren 1963 in Lindau am
Bodensee, gab sein erstes Konzert auf der
klassischen Konzertgitarre bereits im Alter
von 13 Jahren. Danach wirkte er unter anderem
als Gitarrist, Sänger, Kontrabassist,
Komponist und Arrangeur in Klassik-, Rock-,
Reggae-, Jazz- und Weltmusikformationen
prägend mit. Für einige dieser Combos
schrieb er das gesamte Repertoire. Von
1986 bis 1993 studierte er Philosophie
und Musikwissenschaft an der Universität
Regensburg, 1993 schloss er sein
Studium mit dem Magister Artium ab.
Heute lebt er als freiberuflicher Musikwissenschaftler,
Kulturjournalist, Musik-,
Literatur- und Kunstkritiker (Feuilletons
und Fachzeitschriften im deutschsprachigen
Raum), freier Dozent, Musiker
und Komponist hauptsächlich in Regensburg.
Seit 1995 ist er auch Präsident des
internationalen Schriftstellerverbandes
Regensburger Schriftstellergruppe International
(RSGI). Rimek ist Mitglied im
Kulturbeirat der Stadt Regensburg und
einer der Vizepräsidenten im Oberpfälzer
Kulturbund. Belletristik schreibt er hauptsächlich
in Form von Lyrik und Kurzprosa.
Kompositionen: Rondo per Renata für
Streichquartett op.1 (UA 2000), Rondo für
Streichorchester op. 2 (UA 2002), Rondo africano
« für Posaune und Klavier op. 3 (UA
2005), Sonate für Posaune und Harfe op. 4
(UA 2007, Nittenauer Storchenturmfanfare
für Blechbläser op. 5 (UA 2007), Selbstfindung
für Bariton, Klavier und Kontrabass
(nach eigenem Text) op. 6 (2008), Rondo
für Gitarre op. 7 (2008).
Zur Zeit arbeitet
Rimek an einer Stadtfanfare für die Stadt
Tirschenreuth für Bläser op. 8.
Margarete Müller-Henning wurde 1924
in Kiew als Kind eines baltendeutschen
Vaters und einer rußlanddeutschen Mutter
geboren und wuchs dreisprachig auf. Schon
als 15jährige veröffentlichte sie ihre ersten
Gedichte. Im Februar 1943 kam sie nach
Regensburg, wo 1974 die erste Anthologie
(Am Hang) mit eigener Lyrik und Kurzprosa
und Übersetzungen von Boris Pasternak
und Sergej Esenin erschien. Seit 1975
veröffentlicht sie regelmäßig deutsche und
russische Lyrik und Prosa in Anthologien
und Literaturzeitschriften. 1992 wurde
sie vom Oberpfälzer Kulturbund mit dem
Nordgaupreis für Dichtung und Schrifttum
ausgezeichnet. Zu ihren zahlreichen
eigenen Büchern zählen unter anderem:
Gläserne Brücken – Gedichte aus den Jahren
1980 bis 1990, Wege in der Oberpfalz –
Gedichte, 1992, Grüne Dome – Gedichte,
1994, Zwischen Riga und Taschkent – autobiographische
Erzählung, zweisprachig
(deutsch-russisch), 1995 und Einander Zugewandt – Lyrik, 1997.
Die Lyrik von Margarete
Müller-Henning wurde und wird
bis heute in zahlreichen Lied-Kompositionen
vertont.
Felix Hoerburger (1916 – 1997), studierte
Musikwissenschaft und Musikethnologie
in München;
1941 Promotion. Seit 1947
war er am Institut für Musikforschung der
Philosophisch-Theologischen Hochschule
in Regensburg angestellt. 1963 Habilitation
an der Universität Erlangen/Nürnberg.
1971 – 1979 apl. Professor an der Universität
Regensburg. Der Sprachschöpfer und
Sprachspieler Hoerburger, der Erfinder des
Schnubiglbaierischen und des Schnubiglputanischen,
veröffentlichte: Schnubiglbaierisches
Poeticum (Feldafing 1975), Neueste
Nachrichten aus der schnubiglputanischen
Provinz (Regensburg 1977, Neuausgabe
München 2008), Kynische Diatribe über
die kuriöse und höchst gefährliche Expedition
des Morbikularrepräsendenten Felix
Hoerburger in die Provinzen jenseits der
paflakubischlbanischen Grenze, quo loco
sunt leones (Göttingen 1985) und Wunderbare
Auszüge aus der schnubiglputanischen
Stadt- und Weltchronik (München 1988).
Angela Kreuz wurde 1969 in Ingolstadt
geboren. Studium der Philosophie und
Psychologie in Konstanz; Psychologin. Sie
schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen,
Romane und Gedichte. Der Engländer und
weitere kurzgefasste Geschichten ist ihre erste
Buchpublikation, gefolgt von ihrem Gedichtband
lyrische städtereisen. 2005 kam
ihre Erzählung Scarlattis Wintergarten heraus. Alle drei Bücher erschienen in
der edition das andere buch bei Der Andere
Verlag. Auszüge aus ihrem Erzählband
wurden als Hörbuch im LOhrBär-Verlag
vertont. 2006 erschien die Hörspiel-Fassung
von Scarlattis Wintergarten ebenfalls
bei LOhrBär.
Angela Kreuz’ erster Roman
Warunee kam 2007 im Spielberg Verlag
heraus. Ab Herbst 2008 ist Warunee Schullektüre
in der St. Irmengard-Realschule in
Garmisch. Ihre Kurzgeschichte Schick mir
doch ein Mail ist in dem amerikanischen
Lehrbuch für StudentInnen Allerlei zum
Lesen (second edition) bei Houghton Miff -
lin erschienen, herausgegeben von Herman
und Lovette Teichert. Seit 2005 ist
sie Jurorin beim Poetenladen (Debütpreis).
2000 – 2003 Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift
Wandler. 2007 war sie Preisträgerin
des Limerick-Wettbewerbs. 2008
erhielt sie vom Oberpfälzer Künstlerhaus
ein Aufenthaltsstipendium im Virginia
Center for the Creative Arts in den USA,
ebenso ist Sie Preisträgerin des Literaturwettbewerbs
»Wertfrei« 2008 des BVjA.
Veröff entlichungen von Kurzgeschichten
sowie Gedichten in Literaturzeitschriften
wie z.B. Lesestoff , The Poetry Mill (Irland)und Contrafort (Moldawien) sowie in
verschiedenen Anthologien zeugen von
der großen Wertschätzung, die ihr entgegengebracht
wird.
Einige ihrer Gedichte
und Kurzgeschichten wurden bereits ins
Tschechische sowie Rumänische übersetzt.
Angela Kreuz ist Mitglied im Verband
deutscher Schriftsteller und bei der Gedok.
Sie lebt und schreibt in Regensburg.
Erich Ludwig Biberger (* 1927 in Passau,
seit 1956 in Regensburg, + 5. 04. 2002 in
Regensburg). Autor von Lyrik sowie erzählender
und philosophierender Prosa, Hörspielen,
Essays, Aphorismen und Haikus.
Journalist und Redakteur. Verfasser von 12
eigenen Büchern, Herausgeber von Sammelbänden,
u.a. eines Lyrikbandes in 47
Sprachen.
Vertonung und Aufführung von
über 120 Texten durch 12 Komponisten
sowie Ausstrahlung und Aufnahmen im
Rundfunk und auf Schallplatte. Von 1960
bis 1995 Erster Vorsitzender der Regensburger
Schriftstellergruppe International
(RSGI), später Ehrenpräsident. Ab 1967
Gründung und Leitung der Regensburger
Literaturtage und ab 1972 der Internationalen Jungautorenwettbewerbe. Gründungsmitglied
des Presseclubs Regensburg,
Mitglied des Bayerischen Journalisten-Verbandes
sowie der Humboldt-Gesellschaft.
Lesungen in Deutschland, Österreich,
Schweiz, Schweden und Slowenien. Für
sein literarisches Wirken im In- und Ausland
ausgezeichnet: Träger des Bundesverdienstkreuzes
1. Klasse der Bundesrepublik
Deutschland.
Harald Grill, geboren am 20. 7. 1951 in
Hengersberg, 1956 bis 1978 in Regensburg, lebt seit 1978 mit seiner Familie in
Wald im Landkreis Cham. 1973 bis 1988
Pädagogischer Assistent, seit 1988 Freier
Schriftsteller. 1989/1990 Drehbuchwerkstatt
– Hochschule für Film und Fernsehen
in München. 2000/2001 Projekt Zweimal
heimgehen – zwei Spaziergänge, einmal vom
Nordkap und danach von Syrakus zu Fuß
nach Regensburg (www.2xheimgehen.de).
Im Jahre 2007 wanderte Harald Grill zusammen
mit seinen Schriftstellerkollegen
Friedrich Brandl und Bernhard Setzwein
von Pilsen nach Prag, wo im Rahmen der
RSGI-Reihe Böhmen & Regensburg – Literatur
und mehr auch Veranstaltungen mit
den drei Autoren und tschechischen Kulturschaffenden stattfanden. Harald Grill ist
Mitglied der Neuen Gesellschaft für Literatur,
Erlangen (NGL), des Verbandes deutscher
Schriftsteller (VS), der Regensburger
Schriftstellergruppe International (RSGI)
und des PEN-Zentrums der BRD.
Auszeichnungen
(Auswahl): Kulturförderpreis
der Stadt Regensburg (1983), Würzburger
Literaturpreis (1988), Friedrich-Baur-Preis
der Bayerischen Akademie der Schönen
Künste (1992), Marieluise-Fleißer-Preis
(2003).
Veröffentlichungen (Auswahl):
Lyrik: Zündholzschachtal (1978), A scheene
Stood hots net leicht (1979), eigfrorne
gmiatlichkeit (1980), findling unterm
herz (1988), einfach leben (1994), nachricht vom lachenden engel (2001),
auf freier strecke (2008).
Prosa: Hochzeit
im Dunkeln, Erzählung (1995), Hans
im Glück – hin und zurück, Geschichten
vom Land (1996), Warum die Engel in der
Antoniuskirche sogar im Winter barfuß
laufen, Erzählung (2004).
Theaterstücke: Dem Hans sei Ganshaut oder wo die Liebe
hinfällt (UA 1985), Jorinde und Joringel
im Wackersdorfer Wald (UA 1987), Vater unser (UA 1997). UA, Hörspielfassung:
Koproduktion NDR, BR; (1996).
Ernst R. Hauschka, wurde 1926 im böhmischen
Aussig geboren. Er studierte
Philosophie, Pädagogik, Theologie und
Zeitungswissenschaft in Regensburg und
München. An der Münchner Ludwig-Maximilian-
Universität promovierte er 1957
zum Doktor der Philosophie. Von 1956
bis 1988 war Hauschka im Höheren Bibliotheksdienst
tätig, zuletzt als Referent für
das Öffentliche Bibliothekswesen in Bayern.
Er lebt als Leitender Bibliotheksdirektor a.
D. in Regensburg. Der Autor kann bis heute
31 Buchveröff entlichungen im Lyrik- und
Aphorismus-Bereich vorweisen.
Hauschka
erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a.: Sudetendeutscher Literaturpreis (1973),
Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen
(1974), Kulturpreis Ostbayern (1976), Nordgaupreis (1982) und 1983 das Bundesverdienstkreuz.
Er ist unter anderem
Mitglied der Sudetendeutschen Akademie
der Wissenschaften und Künste, der
Ackermann-Gemeinde, der Künstlergilde,
des P. E. N. und seit 1965 der Regensburger
Schriftstellergruppe International, deren
2. Vorsitzender er von 1966 bis 1978 war.
Veröffentlichungen (Auswahl): Gefangene
unter dem silbernen Mond, Erzählungen
(1969), Die Violinstunde, Gedichte (1974),
Erwägungen eines männlichen Zugvogels,
Gedichte (1978), Bagatellen, Aphorismen
(1986), Ein Wort gibt das andere, 48 Aphorismen
über Kirche und Welt von heute
(1994), GegenSätze, 300 geistliche Aphorismen
für das Jahr 2000 (1998), Karussell
des Lebens, Aphorismen und Kurzerläuterungen
(2000), An den Rand geschrieben,
Erläuterungen zu meinen Aphorismen (2003).
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