Kirchenmusik Vol.1
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Zu den Komponisten

Franz Xaver Pokorny
(1729 - 1794)
Der aus Böhmen stammende Violinist Franz Xaver Pokorny erhielt seine Ausbildung sowohl bei Hofkapellmeister Joseph Riepel in Regensburg als auch bei Johann Stamitz, Franz Xaver Richter
und Ignaz Holzbauer in Mannheim.
Nach einem ersten Engagement am Hof von Oettingen-Wallerstein erhielt er (nach einer mehr-
jährigen  Probezeit) schließlich um 1769/70 in Regensburg eine Festanstellung als fürstlicher  Kammermusikus und Direktor der zweiten Violinen. Mit seinen mehr als 145 Sinfonien und 61 Instrumentalkonzerten zählt er zu den produktivsten Musikern des Hofes. Es ist anzunehmen,
dass viele seiner Cembalo/Klavierkonzerte - darunter das hier präsentierte Concerto F-dur per il  Cembalo - nicht nur von den Hofvirtuosen, sondern auch von den Mitgliedern der fürstlichen Familie  selbst gespielt wurden (vielleicht an Hammerflügeln aus der berühmten Werkstatt Späth und Schmahl, Regensburg/Stadtamhof ). Immerhin  berichtete  Christian Schubart schon 1783:
»Das Clavier wird an diesem Hofe ausnehmend geschätzt und cultiviert. Da es das Lieblings-
instrument aller Prinzessinnen ist; so kann man leicht erachten, dass es nicht an Virtuosen fehlen wird, die dieß herrliche Instrument mit Feuer treiben.«

Carl Alexander von Thurn und Taxis

(1770 - 1827)
Auch Erbprinz Carl Alexander von Thurn und Taxis erhielt eine exzellente musikalische Ausbildung und entwickelte offenbar gute Fähigkeiten auf mehreren Instrumenten (Bassetthorn, Cembalo und Orgel). Seine für das Klavier komponierte Sinfonia in C schrieb der fürstliche Musikintendant Theodor von Schacht später in eine großbesetzte Orchestersinfonie um.

Freiherr Theodor von Schacht
(1748 –1823)
Freiherr Theodor von Schacht stammte aus Straßburg und hatte seine Ausbildung in der fürst lichen Hofpagerie begonnen. Vermutlich erhielt er schon früh Musikunterricht bei Joseph Riepel und Johann Küffner sowie für eine kurze Zeit auch bei Niccolò Jomelli in Stuttgart. 1773 wurde er von Fürst Carl Anselm zum Intendanten  der Hofmusik ernannt und mit dem Aufbau einer qualitätvollen italienischen Oper beauftragt. In seinem Œuvre (Opern, Sinfonien und Kammermusiken) spiegelt sich das gesam-
te Spektrum höfischer Musikpflege wider. Sein Streichquartett Nr. 2 F-Dur und das von ihm selbst als begleitete Klaviersonate um 1782 im Druck herausgegebene Klaviertrio Nr. 2  B-Dur lassen erkennen, wie er sich an den aktuellen Entwicklungen der Zeit orientierte, die er offenbar durch seine persönlichen Kontakte (u. a. Joseph Haydn in Esterháza?) intensiv kennengelernt hat.


Joseph Touchemoulin
(1727 –1801)
Der in Chalon-sur-Saône/Burgund geborene Joseph Touchemoulin zählt als einer der wenigen nachweisbaren Schüler von Giuseppe Tartini zu den wohl bedeutendsten Violinisten seiner Zeit. Als Kapellmeister der kurfürstlichen Hofkapelle in Bonn erlebte er 1761 deren Auflösung und wechselte im selben Jahr nach Regensburg auf die Stelle des ersten Violinisten. Nach dem Tod Riepels übernahm er 1782 dessen Amt als Kapellmeister. Neben einigen Sinfonien und Konzerten sowie einer abendfüllenden Oper (I furori di Orlando) haben sich aber nur wenige Werke erhalten, die - wie das Streichquartett F-Dur - Rückschlüsse auf die brillante Spieltechnik dieses Meisters erlauben.

 
Dr. Christoph Meixner, Weimar




 
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